Schau dir das Auto bei Tageslicht und trocken an. Regen und Dämmerung verstecken Kratzer, Rost und nachlackierte Stellen. Besteht der Verkäufer auf abends, mach einen neuen Termin.
Außen
- Spaltmaße zwischen den Teilen: müssen gleichmäßig sein. Ungleiche bedeuten Unfall.
- Lack im flachen Licht — verschiedene Töne zeigen Neulackierung.
- Rost an Türkanten, unter dem Teppich und rund um die Heckscheibe.
- Reifen: gleiche Marke je Achse, Herstellung nicht älter als sechs Jahre (vierstellige Zahl an der Flanke).
- Reifenabnutzung: einseitig heißt Achsvermessung oder Fahrwerk.
Innen und im Motorraum
- Lenkrad, Pedale und Fahrersitz: der Verschleiß muss zum Kilometerstand passen.
- Alle Kontrollleuchten gehen beim Einschalten an und nach dem Start aus. Leuchtet eine gar nicht erst, wurde sie vielleicht absichtlich entfernt.
- Öl: schwarz ist normal, milchig heißt Wasser im Öl — geh weg.
- Kühlmittel: keine Ölschlieren obenauf.
- Nach der Probefahrt unters Auto schauen: Öl- oder Kühlmittelflecken auf dem Boden.
- Kalt starten. Ein vorgewärmter Motor verbirgt schweren Start und Rauch.
- Alle Fensterheber, Klima und Heizung testen — Kleinreparaturen summieren sich schnell.
Wenn etwas nicht zusammenpasst und der Verkäufer drängt, ist das die Antwort. Das nächste Auto kommt; verlorenes Geld nicht.


